PraktikantInnenfeedback

Irene - Sommerlager "Pferdeträume" von 1.08.2011 - -5.08.2011

Ich wollte urspünglich meine Diplomarbeit über Heilpädagogisches Voltigieren als Behandlungsmethode für Essstörungen schreiben und bin durch meine Recherche auf die HP des Schottenhofs gestoßen. Da ich außerdem zwar seit langem reiten gehe, aber noch nie voltigiert habe und dies am Schottenhof angeboten wird, wollte ich es in Natura erleben. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mich als Betreuerin für ein Sommerlager zu melden. In meiner Woche am Sommerlager habe ich es sehr spannend gefunden zu beobachten, wie furchtlos die Kinder auf die Pferde zugegangen sind und was für unterschiedliche Figuren sie sich auf den Pferden machen getraut haben!
Ich habe noch nie so viele Kinder auf einmal beaufsichtigt und deswegen anfangs großen Respekt davor gehabt. Schlussendlich hat es mir aber großen Spass gemacht, den Kindern den Umgang mit Pferden näher zu bringen. Einige der Kinder sind mir - auch wenn es nur eine Woche war - richtig an's Herz gewachsen.
Besonders genossen habe ich außerdem den Waldspaziergang mit den Pferden, Eseln und Ziegen, da ich so etwas zuvor noch nie gemacht habe. Ich habe Enyeto führen dürfen und habe anfangs befürchtet, dass er störrisch sein könnte, aber er war total brav.
Es gehört natürlich dazugesagt, dass die Stallarbeit sehr anstrengend war, aber die Woche am Schottenhof ist trotzdem viel zu schnell vergangen!

 

Zita  - 04.07.2011 bis 05.08.2011

Feedbackzeilen für den Schottenhof

Durch Zufall entdeckte ich den Schottenhof in einer Pferdezeitschrift in einem Leserbrief. Ich fand heraus, dass sich der Schottenhof in Wien seinen Standort hat. Schließlich entschloss ich mich, mich dort zu bewerben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es mir auch und ich durfte mich auf 5 Wochen Arbeit am Schottenhof freuen.

Nach fünf Wochen zum Teil harter Arbeit denkt man sich oft, das mache ich nie wieder . . . Doch nach einem Praktikum am Schottenhof habe ich mir das nicht gedacht. Ich habe meine Freude an der Arbeit mit Kindern und Pferden wiederentdeckt und erkannt, was ich nach abgeschlossenem Studium der Pferdewissenschaften (Equine Science) für einen Lebensweg einschlagen möchte. Somit hat mir die Arbeit am Schottenhof viel bei der Berufsauswahl geholfen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Das Mithelfen bei den Sommerlagern und die Arbeit mit den Kindern hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Betreuung der Kinder ist nicht immer eine einfache Arbeit und vor allem geistig fordernd, da man sich auf jedes einzelne Kind einstellen muss. Auf das eine mehr, auf das andere weniger. Für mich komplett neu war die Arbeit mit den i-Kindern. Davor habe ich mich eigentlich etwas gefürchtet, da ich noch überhaupt keinen Kontakt dazu hatte. Doch wir wurden von den Kursleitern gut eingewiesen, sodass ich diese Angst verlor. Besonders beeindruckend fand ich, wie sich Kinder mit „Beeinträchtigung“ über einen Ritt auf dem Pferd, oder über einen Waldspaziergang freuen können. So lernt man die Welt wieder mit offeneren Augen zu sehen. Als „normaler“ Mensch sieht man die Welt doch ganz schön anders!

Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit war auch die Stallarbeit, die man nicht außer Acht lassen kann. Doch sie ist mir immer gut von der Hand gegangen. Manchmal kann sie auch ganz erholend wirken und man hat kurze Zeit eine Ruhe von den Kindern. Ich durfte mit einer anderen Praktikantin gemeinsam den Stall alleine managen, was mir Spaß gemacht hat, da ich gerne mein eigener Chef ist. So sieht man außerdem am besten, wie viel Arbeit das eigentlich ist. Bei Regenwetter, im Gatsch (Matsch) kann sich das Schubkarrenfahren (=Scheibtruhenfahren) auch ganz schön anhängen. Doch was tut man nicht alles für das Tier Pferd. Zum ersten Mal hatte ich auch engeren Kontakt zu Eseln, Ziegen und Hühnern und habe festgestellt, dass sie auch vollwertige Mitarbeiter eines Therapiestalles sein können. Waldspaziergänge mit Ziegen können sehr schön sein, vor allem, wenn man spezielle Schottenhofwege geht, die man nur als Mitarbeiter als Weg erkennen kann! So kann man den Kindern die Natur nahe bringen. Dies finde ich vor allem für Stadtkinder wichtig, die oft keinen/kaum Kontakt zur Mutter Natur haben. Durch den Schottenhof lernen einige Kinder die Natur wieder besser kennen. Dies ist mir besonders wichtig.

Empfehlenswert ist auch das Betriebsklima, da wir Praktikanten als vollwertige Arbeitskräfte gezählt werden und auch bei der Planung mitwirken durften. Uns wurden auch die speziellen Bedürfnisse mancher Kinder erklärt und wie wir damit umzugehen hatten. Trotz allem fehlte auch der Spaß nicht und ich verstand mich mit allen Kursleitern sehr gut. So viel auch die Trennung sehr schwer. Ich habe neue Freunde gefunden.

Obwohl wir öfters lange arbeiteten, fiel mir das frühe Aufstehen am nächsten Morgen nie schwer, da ich mich auf meine Arbeit freuen konnte. Jeden Tag freute ich mich über das Vertrauen, dass mir/uns die Kinder nach den ersten Tagen schenkten. Jeder Freitag bedeutete einen Abschied von Kindern, denen man das Herz geschenkt hatte. Doch man hat eine schöne Woche hinter sich, in der man viele neue Namen gelernt hatte (zum Teil nur sehr lückenhaft).

Zusammenfassend muss ich sagen, dass dieses Praktikum wieder einige Vorurteile in mir gelöscht hatte. So wurde ich über Nacht (im wahrsten Sinne des Wortes) zum Voltifan, lernte die Vorteile eines Kappzaumes beim Longieren und Führen kennen, die ich inzwischen bei meinen Pferden anwende, lernte neue Gruppenspiele für Kinder kennen und noch vieles mehr.

Alles in allem war dieses Praktikum am Schottenhof eine sehr schöne Zeit, in der ich viel gelernt, aber auch viel gearbeitet habe. Langer Rede, kurzer Sinn: Dieses Praktikum hat mir die Augen geöffnet und ich habe Spaß gehabt! Es war mit Sicherheit nicht das letzte Praktikum!

Ich danke für die Zeit am Schottenhof und freue mich auf ein nächstes Mal.

Eure Zita



PHILOMENA -
01.04.2011 bis 29.06.2011 - Praktikum am Schottenhof....

Mein Praktikum am Schottenhof

Was ich mir vorgestellt habe, als ich meinen Bewerbungsbogen an das Büro vom Schottenhof geschickt habe? Ehrlich gesagt: nicht viel. Ich dachte nur, dass man bei einem Praktikum in so einem sensiblen Bereich wie der tiergestützten Pädagogik viel zusehen wird müssen und kaum selbst machen dürfen würde. Das dachte ich zumindest. Gleich am ersten Tag wurde ich aber eines Besseren belehrt: ich durfte gleich mit anpacken.

Ich wurde von Anfang an in jeden Bereich mit einbezogen, ganz egal, ob es dabei um die Versorgung der Tiere, Voltigier Stunden oder Therapiestunden ging. Ich habe gesehen, wie toll diese Tiere „arbeiten“ und ich weiß auch, was man alles tun muss, damit sie diese Leistung erbringen können.

Mein 3 monatiges Praktikum am Schottenhof ist nun zu Ende. Schnell ist diese Zeit vergangen. Ganz ehrlich: Im ersten Monat dachte ich noch, dass ich die Zeit nicht überstehen würde. Teilweise stand ich um 6 Uhr auf, begann mit meiner Arbeit am Schottenhof um 8 Uhr, blieb bis 20 Uhr und fiel zuhause dann gegen 21 Uhr vollkommen erschöpft ins Bett.

Es war ein anstrengendes Praktikum – aber wenn ich mich an die vielen Momente erinnere, die mir zeigten, was tiergestützte Pädagogik bei behinderten und nicht behinderten Kindern bewirken kann – dann weiß ich auch, warum ich im ersten Monat nicht abgebrochen habe.

Der Schottenhof hat ab jetzt einen fixen Platz in meinem Herzen. Nicht nur wegen der Tiere, der Kinder, sondern auch wegen der tollen Pädagogen und Mitarbeiter, die mich von Anfang an gut aufgenommen haben.

Danke für diese schöne, anstrengende und bereichernde Zeit!

Philomena Maria Prinz



PIA - 14.11.2010 bis 28.01.2011 - 2 Monate Praktikum am Schottenhof....

...waren Abenteuer pur. Für mich ein neues Land und unbekannte Tiere, Gesichter, Arbeitsweisen, Waldspazierwege (die ich nie für Wege gehalten hätte), ... Da heißt es nicht nur Namen lernen.

...begeisterten mich noch mehr für Tiere: Esel, die Stangen rollen oder Teddys apportieren, Ziegen, die auf die Schulter stehen oder Katzen, die Tischweitsprung machen...

Von Hühnern, die ich bis dato nur als Eier und Fleischlieferanten kannte, wandelte sich mein Bild enorm. Dass diese Tiere so intelligent sind und zutraulich werden, hätte ich nie gedacht. Ich hatte weder einen Hahn Farben picken sehen, noch einen auf meiner Schulter herumgetragen.

...brachten neue Bekanntschaften und Freundschaften über die Verständigungsprobleme hinweg ;) Nun weiß ich auch, dass Mistkübel leeren nicht bedeutet, den Misthaufen abzugraben. Mein „Maria“-Dasein in der lebenden Krippe werd ich auch in Erinnerung behalten.

...bedeuteten auch nicht nur Luxus. Es kommt durchaus vor, dass man mal keinen Handy oder Internetempfang hat, dafür gibt es aber genug zu lesen. Eine warme Dusche wird wirklich zur Wohltat bei den eisigen Temperaturen (mit den Finnen kann ich nun locker mithalten) und nach zwei Tagen schreckte mich auch der wackelnde Boden nicht mehr, wenn Kaya sich zum Schlafen hinfallen ließ. Morgens begann der Tag manchmal schon recht früh zum Stalldienst, insbesondere dann, wenn man spontan aushalf.

...brachten eine Menge an Erfahrungen mit Kindern und neuen Übungen. Auch für mich „alten Volti-Hasen“ (ich voltigiere seit 14 Jahren) gab es noch unbekannte Übungen, wie den Stern oder aus der Bielmann-Standwaage wird plötzlich ein „Standkörbchen“. Die Arbeit mit den Kindern war zwar manchmal anstrengend, das Lachen im Kindergesicht, die Begeisterung der Kinder in den Stunden und all die lustigen Erlebnisse überwiegen dennoch. In schwierigen Situationen hat man stets einen Leiter bei sich und findet eine Lösung, falls ein Kind das Kaninchen nicht mehr hergeben will oder am Pferd festklebt.

...erweiterten meinen Horizont auch hinsichtlich der Arbeit mit Pferden. Zum ersten Mal machte ich Bekanntschaft mit centered riding. Was mich inzwischen sehr begeistert. Auch in Sachen Arbeit mit dem Pferd am Boden konnte ich von der Zirzensik, Freiarbeit und der klassischen Dressur einiges mitnehmen.

...bleiben eine unvergessliche Zeit, die ich nicht mehr missen will!!

Vielen Dank ihr Lieben!!!

 

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